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Bild: OFICINA ESPAÑOLA DE TURISMO
Spanien: Slow Travel auf grünen Wegen
Die „Slow Food“-Bewegung hat sich schon vielerorts einen Namen gemacht. „Slow Travel“ ist eine Philosophie, die einen nachhaltigen und gemächlichen Tourismus fördert. Aus diesem Grund werden in Spanien tausende Kilometer von Wegstrecke instand gesetzt, die dem motorisierten Verkehr verschlossenen sind. Meist handelt es sich um alte Viehdriften („cañadas reales“) und stillgelegte Bahnstrecken, die sogenannten „Grünen Wege“ oder „Vías verdes“, auf denen Reisende fern von aller Hektik die kleinen Besonderheiten einzelner Orte entdecken und den Kontakt zu den einheimischen Bewohnern finden können. - Der Spanische Ministerrat hat im vergangenen Jahr die Schaffung eines nationalen Wegenetzes beschlossen, das nicht von motorisierten Reisenden genutzt werden darf und das der gestiegen Nachfrage nach alternativen Tourismusformen Rechnung tragen soll. Zu dieser„Red Nacional de Itinerarios No Motorizados“ gehören neben den bereits erwähnten „Vías Verdes“ und „Cañadas Reales“ nicht mehr genutzte, historische Wege, für deren Bereitstellung und Instandhaltung das Spanische Umweltministerium 25 Millionen Euro investierte. In das Investitionsprogramm wurden 22 ländliche Wege mit einer Gesamtlänge von 4079 km aufgenommen. Darin eingeschlossen sind die Wege entlang der Flüsse Duero, Tajo und Guadiana. - Zusätzlich gibt es in Spanien über 7.600 km stillgelegter Bahnstrecken, die seit dem Jahr 1993 kontinuierlich in Wander- und Fahrradwege umgewandelt wurden. Zur Zeit stehen den „langsamen“ Reisenden 70 „Grüne Wege“ mit einer Gesamtlänge von 1.700 km Länge zur Verfügung, für deren Schaffung 65 Millionen Euro eingesetzt wurden. - Mehr Informationen auf der Website: www.viasverdes.com/ViasVerdes
Text und Bild: OFICINA ESPAÑOLA DE TURISMO / 11.2010




