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Frankreich: Die Normandie entdecken

Honfleur in der Normandie

Honfleur in der Normandie mit dem alten Hafenbecken „Le Vieux Bassin“ zählt zweifellos zu den schönsten Städten in Frankreich.

Bild: (c) Andrea Sölter / Atout France - Französische Zentrale für Tourismus

 

Französischer Landstrich mit vielen Geheimtipps

Der Mont-Saint-Michel, die Kathedrale von Rouen, der Wandteppich von Bayeux und Giverny, der ehemaligen Wohnort von Claude Monet, gehören wohl zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Normandie. Doch darüber hinaus bietet dieser französische Landstrich noch viele Geheimtipps, die es sich zu entdecken lohnt. Die 600 Kilometer lange normannische Küste beginnt in Le Tréport im Osten und führt bis zum Mont-Saint-Michel ganz am westlichsten Zipfel der Region. Mit 29.906 Quadratkilometern entspricht die Gesamtfläche der Normandie ungefähr dem Gebiet Belgiens. Die Region Normandie, im touristischen Sinne, setzt sich aus zwei Verwaltungsregionen zusammen: der Oberen und der Unteren Normandie. Jede französische Verwaltungsregion wird untergliedert in Departements. Die Untere Normandie besteht aus den Departements Calvados, La Manche und Orne. Eure und Seine-Maritime bilden die Obere Normandie. Alle fünf Departements zusammen zählen insgesamt 3,2 Millionen Einwohner. Mehr im INternet unter: www.normandie-tourisme.fr/de

Calvados. Hier liegt Caen (117.000 Einwohner), die Hauptstadt der Unteren Normandie. Das Departement Calvados zeichnet sich durch kilometerlange Sandstrände, hügelige Wiesen- und Weidelandschaften, malerische Dörfer und kleine Fischerorte aus. Neben Caen gehören Honfleur, Lisieux und Bayeux zu den sehenswerten Städten. Calvados, Cidre, Pommeau, Rahm aus Isigny sowie die Käsesorten Livarot und Pont l’Evêque zählen zu den lokalen Spezialitäten. Das Departement blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Ein wichtiges Geschichtskapitel erzählt der Wandteppich von Bayeux (seit 2007 UNESCO-Siegel: Memory of the World). Dieser historische „Comicstreifen“ stellt die Eroberung Englands durch Wilhelm den Bastard im Jahre 1066 dar. Erst nach dem Sieg über England wurde aus Wilhelm dem Bastard der legendäre Wilhelm der Eroberer. Die D-Day-Strände und die Museen zu diesem Thema sind Zeugen eines weiteren Kapitels der Menschheitsgeschichte. Mehr im Internet unter: www.calvados-tourisme.com/de

Eure. Ein ruhiges Fleckchen Erde liegt nur knapp eine Autostunde von Paris entfernt – das Departement Eure in der oberen Normandie. Schlösser und Abteien zeugen von einem reichen historischen Erbe, und die Natur lädt ein, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per Pferd erkundet zu werden. Das kleine Dorf Giverny, das Claude Monet im Jahr 1883 als seinen Wohnsitz wählte, entwickelte sich in den Jahren von 1880 bis zum Ersten Weltkrieg zu einer wahren Künstlerkolonie. Monets Wohnhaus sowie der Garten mit dem berühmten Seerosenteich stehen heute Besuchern offen. Die Abtei Notre-Dame in Le Bec Hellouin, die Kathedrale von Evreux, der Ort Lyons-la-Forêt und auch das Château Gaillard (Burg von Richard Löwenherz), welches hoch über der Seine thront, verdienen ebenfalls das Prädikat „äußerst sehenswert“. Mehr im Internet unter: www.eure-tourisme.fr

La Manche. La Manche, das „Land des Nordens“, in dem das satte Grün der Wiesen im Kontrast zu dem strahlenden Blau des Himmels steht, hält vielfältige Besonderheiten bereit: die Bucht von Les Veys, die Insel Tatihou, die kilometerlangen Sandstrände sowie mehr als 300 Kilometer geschützte Küstenlandschaft. Im Süden des Departements befindet sich eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Frankreichs: der Mont-Saint-Michel. Nur wenige wissen, dass in diesem Departement der Normandie Christian Dior geboren wurde. Elternhaus und Garten in Granville sind heute zu besichtigen. Neben dem „Assiette du Pays“, einem Gericht, das sich aus den unterschiedlichsten regionalen Spezialitäten zusammensetzt, zählt das Lamm von den Salzwiesen des Mont-Saint-Michel zu den Köstlichkeiten dieses Landstrichs. Mehr im Internet unter: www.manche-tourismus.com/de

Orne. Normannische Hecken- und Weidelandschaft, Apfelbäume, Herrenhäuser und edle Pferde prägen diesen Teil der Normandie. Malerische Dörfer, charmante Städte und kleine Weiler lassen sich bei einer Tour durch das Departement entdecken. Die Leute von hier lieben das gemütliche Landleben und sind sehr gastfreundlich. Der Normanne selbst entspannt sich in dem Thermalkuort Bagnoles-de-l’Orne, der von einem 7.000 Hektar großen Wald umgeben ist. In Orne befindet sich eines der bekanntesten Nationalgestüte Frankreichs – das Haras du Pin. Neben der Zucht erstklassiger Pferde ist es für die schlossähnliche Architektur aus dem 18. Jahrhundert bekannt. In kulinarischer Hinsicht steht Orne für den Camembert, der aus dem gleichnamigen Ort dieses Departements stammt. Eine weitere Spezialität ist der Poiré (dt. Birnenmost), der aus Birnen gewonnen wird. Mehr im Internet unter: www.reisen-normandie.com

Seine-Maritime. Das Land des Lichtes und des Kontrastes ist von steilen Kreidefelsen gesäumt und liegt der englischen Küste direkt gegenüber. Beeindruckende Klippen an der Alabasterküste, viel Grün im Pays de Caux, Apfelbäume und normannische Reetdachhäuser bestimmen hier das Landschaftsbild. Rouen ist die Hauptstadt der Oberen Normandie. Insgesamt besteht die Communauté d'agglomération Rouen-Elbeuf-Austreberthe (CREA) aus 71 Kommunen und zählt 494.400 Einwohner. Rouen wird auch die Stadt der 100 Kirchtürme genannt. Darüber hinaus ist sie auch die Stadt der Schriftsteller Gustave Flaubert und Pierre Corneille. Durch das Departement zieht sich das Flusstal der Seine, die hier große Mäander zieht. Ebenfalls an der Seine befindet sich die Abtei von Jumièges, die Victor Hugo als die schönste Ruine Frankreichs beschrieb. In den Restaurants dieser Gegend kann man die folgenden kulinarischen Spezialitäten kosten: Neufchâtel-Käse aus der gleichnamigen Stadt, Hering aus Le Tréport, Forellen und Lachs aus der Bresle, Fischsuppe aus Dieppe, Ente „à la rouennaise“… Mehr im Internet unter: www.seine-maritime-tourisme.com

Text: Atout France - Französische Zentrale für Tourismus (2010)

 

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