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Belgien: Flandern und die Hauptstadt Brüssel entdecken

Flandernroute

Die Flandernroute ist ein Rundkurs durch den Norden Belgiens. Mit rund 800 Kilometern gehört die Rundfahrt zu den radtouristischen Highlights in Europa. Mit Brüssel, Tongeren, Oostende, Gent, Brügge, Maastricht und mit einem Abstecher nach Antwerpen, wo Sie die Liebfrauen-Kathedrale und das Rubenshaus besichtigen können, erkunden Sie attraktive historische Städte und schöne Landschaften mit Flüssen, Kanälen sowie ein gutes Stück der belgischen Nordseeküste. Für die Flanderroute gilt, dass man am besten man zwischen Ende April und Ende September radelt, unter Umständen auch im Oktober. Wegen der Nähe zum Meer muss man immer mit Schauern rechnen und sollte daher auf der Tour Regenkleidung mitnehmen.

Brüssel

Brüssel: Grand Place mit Blumenteppich. Der Grand Place mit seinen Zunfthäusern und mit dem gotische Rathaus aus dem 15. Jahrhundert gehört zu den weltbekannten Sehenswürdigkeiten der belgischen Hauptstadt Brüssel. Gegenüber dem Rathaus befindet sich das Stadtmuseum, in dem die Geschichte der Stadt Brüssel im Mittelpunkt steht, hier sind viele Gemälde und Kunstschätze zu bewundern. In Brüssel ist auch das weltberühmte Manneken Pis daheim, und zwar an der Ecke Stoofstraat/Eikstraat.

Bild: Toerisme Vlaanderen / A. Kouprianof

Die europäischen Institutionen haben das Gesicht Brüssels in den letzten 50 Jahren völlig verändert. Auf dem Gebiet des ehemaligen Leopold-Viertels, einst ein nobler Wohnbezirk vor den Stadtmauern Brüssels, dominieren heute moderne Glas- und Stahlpaläste das Bild. Auf Grund der steigenden Mitgliederzahl der Europäischen Gemeinschaft mussten die Büro-Kapazitäten im Laufe der Jahre ständig erweitert werden – mit gigantischen Ausmaßen und ohne Rücksicht auf das Stadtbild. Die Europäische Union besetzt in Brüssel doppelt soviel Bürofläche wie das Fürstentum Monaco Landfläche – insgesamt 3,5 Mio m². Die Mehrheit der Brüsseler spricht von Bausünden, verursacht durch das finanzielle Interesse der Investoren und Spekulanten. - Die größte Institution der EU hat eigentlich seinen Sitz in Straßbourg, die Büros der Europa-Abgeordneten jedoch befinden sich in Brüssel. Das „Caprice de Dieux“ – den Spitznamen erhielt das Parlamentsgebäude auf Grund seiner Ähnlichkeit mit einem französischen Käse und ist eben eine Laune der Götter – liegt unmittelbar am Leopold Park. Der Besuch des Parlaments ist sowohl durch Einzelpersonen als auch durch Gruppen möglich. Die Führungen sind kostenlos und werden in allen Amtssprachen der EU durchgeführt. - Brüssel ist die Stadt in der sich der neue Stil „Art Nouveau“ frei entfalten konnte. Das progressive Bürgertum ließ gleich ganze Häuser aus Glas und Stahl wie Juwelen schmieden. Noch immer sind es 15.000 Fassaden in denen sich der fließende Rhythmus der Natur bemerkbar macht. Mit den Architekten Victor Horta (1861-1947), Paul Hankar (1859-1901) und van De Velde (1863-1957) wurde Brüssel das Zentrum der avantgardistischer Kunst und Architektur.

Jugendstil-Höhepunkte in Brüssel

Die wichtigsten Gebäude verteilen sich auf drei Stadtviertel, das Louisa Viertel, Ixelles und die Gegend am Jubelpark und Ambiorixsquare. Cauchie-Haus – ein »Haus nur für uns« Ein riesiges kunstvolles Sgraffito bildet die Fassade des Cauchie-Hauses (1905). Léo und Guy Dessicy verliebten sich in das nur sechs Meter breite Haus und kauften es 1980 den Cauchie-Erben ab. Eigenhändig und unermüdlich restaurierte das Pärchen das einzigartige Haus. Dank dieser guten Seelen hat man heute die Möglichkeit, einmal im Monat einen Blick in das Innere des Hauses zu werfen. Dieses Juwel der Brüsseler Art Nouveau soll, so Guy Dessicy, nicht unter den ungezählten Füßen und den neugierigen Händen der massenhaft einströmenden Besucher seinen Charakter verlieren und gar wie das Maison Horta in seiner Substanz leiden. Art Nouveau soll sich auch heute noch eine gewisse Exklusivität bewahren, so Guy Dessicy. Der Maler und Innenarchitekt Paul Cauchie (1875-1952), der sich mit seinen Entwürfen für Sgraffito einen Namen machte, entwarf sein Wohnhaus selbst. Es sollte ein Nest für ihn und seine Familie werden. Diese Idee ist unübersehbar an der Fassade verewigt: »Par nous, pour nous« ? »Durch uns, für uns«. Das Erdgeschoss mit dem Wohnbereich des Künstlerehepaars Paul und Lina Cauchie ist wie die Fassade mit Sgraffti geschmückt. Überall erblickt man geometrisch stilisierte Rosen neben der Darstellung der Sinne – symbolisiert durch anmutige Frauen, die in Kleidung und Haartracht an Geishas erinnern. Und wer Léo und Guy Dessicy aufmerksam zuhört, der wird noch mehr von den »Sinnen des Hauses«, von den Plänen, hier ein Comic-Museum einzurichten, von der Technik, ein Sgraffito aus Lagen von schwarzem und sandfarbenem Putz zu kratzen, erfahren. - Das Haus Saint Cyr Am Ambiorix Platz erbaute Gustave Strauven (1878-1919) ein besonderes Juwel, das Haus Saint Cyr. Zu Strauvens Auftraggebern zählte im Gegensatz zu Horta der Brüsseler Mittelstand. Wegen der begrenzten finanziellen Mittel seiner Klientel verwendete Strauven vor allem roten Backstein als Baumaterial und einfache Stabgitter für das schmiedeeiserne Dekor. Durch das Spiel des roten Backsteins mit farbig glasierten Ziegeln erhalten die auf sehr schmalen Grundstücken errichteten Wohnhäusern ihr charakteristisches Äußeres. Das Haus am Square Ambiorix 11, ist nur von außen zu besichtigen. - Das Haus Van Eetvelde An der Nahe gelegenen Palmerstonlaan entwarf Horta eine Villa für Baron Edmond van Eetvelde. Neben der für Art Nouveau typischen asymmetrischen Fassadengliederung und den breiten Spangenfenstern verwendet Horta einen metallenen Skelettbau, der als Konstruktion bewusst sichtbar bleibt und das Einsetzen einer lichtdurchlässigen »Glasfront« ermöglichte. Marmor, gusseiserne Säulchen, eine flache Glaskuppel über dem Treppenaufgang, florale Mosaike, Innendekors und Einrichtung aus Edelhölzern ergeben in diesem Repräsentativbau ein Jugenstil-Melange à la Horta.

Dieser Text: Presse Tourismus Flandern-Brüssel.

Tongeren

Die Gründung von Tongeren, heute die älteste Stadt Belgiens, war Angelegenheit der Römer. Sie bauten zudem eine Mauer, die man heute noch sehen kann. Die mittelalterliche Mauer um das Stadtzentrum ist hingegen aus dem 13. Jahrhundert. Auch dem belgischen Nationalhelden Ambiorix begegnet man in Tongeren, zumal ihm hier ein Denkmal gesetzt worden ist. So erinnert sein Standbild an den mutigen Fürsten, der den Römern um 50 vor Christus mit seinen Leuten eine empfindliche Niederlage bescherte. Im ehemaligen Gefängnis Tongeren finden heute häufig Veranstaltungen statt. Neben Lesereihen kann man im Sommer im Gefängnishof, in dem früher die Gefangenen ihre Runden drehten, alte und neue Filmklassiker sehen.

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Unser Tipp für Stadterkundungen in Brüssel

Stadtführungen per Rad in Brüssel. Beachten Sie bitte hier bei fahrradtouren.de die Infoseite von belgatrotter in unserer Rubrik Radtouren regional / Geführte Radtouren. Klicken Sie dazu einfach auf das Bild.

Bild: belgatrotter

Weitere Informationen über Flandern finden Sie auf der Webseite: www.flandern.com
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